Rosé aus Italien: Chiaretto, Rosato und Co. – ein Überblick

Kurz gesagt: In Italien heißt Rosé meist Rosato. Am Gardasee nennt man ihn Chiaretto („hell“), in den Abruzzen gibt es den kräftigen Cerasuolo. Italienische Rosés reichen von hellen, zarten Weinen bis zu kräftigen, würzigen Rosati aus dem Süden, und fast alle sind trocken.

Wie entsteht Rosé?

Rosé wird aus roten Trauben hergestellt. Der Saft bleibt nur kurz auf den Schalen, wenige Stunden bis etwa einen Tag. So nimmt er etwas Farbe und Frucht auf, aber kaum Tannine. Je länger der Kontakt, desto dunkler und kräftiger der Rosé.

Die wichtigsten Rosé-Stile Italiens

  • Chiaretto di Bardolino (Gardasee, Venetien): aus Corvina, Rondinella und Molinara, hell, floral, frisch und mit feiner Säure. Einer der bekanntesten Rosés Italiens.
  • Rosé vom Westufer des Gardasees (Lombardei): ähnlich frisch und würzig, oft aus Groppello, Marzemino, Sangiovese und Barbera.
  • Cerasuolo d'Abruzzo: kräftig kirschrot aus der Rebsorte Montepulciano, fast ein leichter Rotwein.
  • Rosato aus Sizilien und der Toskana: oft aus Nero d'Avola, Syrah, Sangiovese oder Merlot, mit mediterraner Frucht und etwas mehr Körper.
  • Rosé aus Südtirol: z. B. auf Basis von Lagrein, frisch und alpin.

Welche Speisen passen zu Rosé?

Rosé ist einer der vielseitigsten Essensbegleiter: Antipasti, Salate, gegrillter Fisch, Meeresfrüchte, Pizza, Pasta mit Tomate, Sushi, Geflügel und mediterrane Gemüsegerichte. Und natürlich als Aperitif. Servieren Sie Rosé gut gekühlt bei 8–10 °C.

Unsere Empfehlungen

Gardasee

Toskana, Abruzzen und Südtirol

Sizilien

Alle Roséweine finden Sie in der Kollektion Roséwein.

Häufige Fragen

Was bedeutet Chiaretto?

„Chiaretto“ heißt so viel wie „der Helle“ und bezeichnet die traditionellen Rosés vom Gardasee, vor allem den Chiaretto di Bardolino.

Ist italienischer Rosé trocken?

Ja, die allermeisten italienischen Rosés sind trocken. Ihre Frucht kann aber einen leicht süßlichen Eindruck vermitteln.

Wie lange hält Rosé?

Rosé wird jung getrunken, am besten innerhalb von ein bis zwei Jahren nach der Ernte. Einige hochwertige Rosés entwickeln sich auch länger.

Ist Rosé eine Mischung aus Rot- und Weißwein?

Nein. Stiller Rosé entsteht in der EU aus roten Trauben mit kurzem Schalenkontakt. Das Mischen von Rot- und Weißwein ist für stillen Rosé in der Regel nicht erlaubt.

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