Nero d'Avola: Was Siziliens wichtigste Rotweintraube ausmacht

Kurz gesagt: Nero d'Avola ist die am meisten angebaute rote Rebsorte Siziliens. Die Weine sind dunkel, fruchtig und vollmundig, mit Aromen von Kirschen, Pflaumen und Brombeeren und meist weichen Tanninen. Es gibt sie als frische, unkomplizierte Rotweine ebenso wie als kraftvolle, im Holz gereifte Riserva.

Herkunft und Name

Der Name bedeutet „der Schwarze aus Avola“, nach der Stadt Avola im Südosten Siziliens in der Provinz Siracusa. Dort, rund um Noto und Pachino, gelten die Bedingungen als besonders gut. Heute wird Nero d'Avola auf der ganzen Insel angebaut. Ein weiterer Name der Rebsorte ist Calabrese.

Die meisten Nero d'Avola tragen heute die Herkunftsbezeichnung Sicilia DOC, die es seit 2011 gibt. Zusammen mit der Rebsorte Frappato bildet Nero d'Avola außerdem den Cerasuolo di Vittoria, die einzige DOCG Siziliens.

Geschmack und Stile

  • Frisch und fruchtig: im Stahltank ausgebaut, mit saftiger Kirsch- und Beerenfrucht. Ideal für den Alltag.
  • Kraftvoll und gereift: im Holzfass ausgebaut, mit Noten von Pflaume, Lakritz, Tabak und Gewürzen, mehr Struktur und Lagerpotenzial.
  • Bio: Viele sizilianische Weingüter arbeiten biologisch, das trockene, windige Klima begünstigt das.

Welche Speisen passen?

Nero d'Avola ist ein vielseitiger Essensbegleiter: Pasta alla Norma, Pasta mit Tomatensoße oder Ragù, Pizza, gegrilltes Fleisch, Lamm, Auberginengerichte und mittelalter Käse. Leichtere Nero d'Avola passen sogar zu Thunfisch und Couscous. Servieren Sie ihn bei 16–18 °C.

Unsere Empfehlungen

Wer Nero d'Avola mag, sollte auch den leichten, duftigen Frappato von Baglio di Pianetto probieren. Alle Weine der Insel finden Sie in der Kollektion Sizilien.

Häufige Fragen

Ist Nero d'Avola trocken?

Ja, Nero d'Avola ist in aller Regel ein trockener Rotwein. Durch die reife Frucht wirkt er aber oft weich und zugänglich.

Ist Nero d'Avola ein schwerer Wein?

Das hängt vom Stil ab. Junge, im Stahl ausgebaute Weine sind mittelkräftig und saftig, holzgereifte Riserva-Weine dagegen vollmundig und kraftvoll.

Wie lange kann man Nero d'Avola lagern?

Einfache Nero d'Avola schmecken in den ersten zwei bis vier Jahren am besten. Riserva-Weine entwickeln sich oft fünf bis zehn Jahre positiv.

Was ist der Unterschied zu Primitivo?

Beide sind fruchtige Rotweine aus dem Süden. Primitivo aus Apulien ist meist noch üppiger und alkoholreicher, Nero d'Avola hat oft etwas mehr Frische und Säure.

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