Prosecco erklärt: DOC, DOCG, Cartizze und der Unterschied zwischen Brut, Extra Dry und Dry

Kurz gesagt: Prosecco wird aus der Rebsorte Glera in Venetien und Friaul hergestellt. Prosecco DOC ist die große Basis-Herkunft, Prosecco Superiore DOCG kommt aus den steilen Hügeln zwischen Conegliano und Valdobbiadene, und Cartizze ist die kleine Spitzenlage dort. Achtung bei der Süße: „Extra Dry“ ist süßer als „Brut“, und „Dry“ ist am süßesten.

Die Qualitätspyramide

  • Prosecco DOC: Das große Anbaugebiet in Venetien und Friaul-Julisch Venetien. Stammen die Trauben aus der Provinz Treviso, darf „Prosecco DOC Treviso“ auf dem Etikett stehen.
  • Conegliano Valdobbiadene Prosecco Superiore DOCG: Das historische Herz des Prosecco in den Hügeln von 15 Gemeinden zwischen Conegliano und Valdobbiadene, seit 2009 DOCG. Die Hügellandschaft ist seit 2019 UNESCO-Welterbe.
  • Rive: Prosecco Superiore aus einer einzelnen Gemeinde oder einem Ortsteil, meist von besonders steilen Hängen. Der Ortsname steht auf dem Etikett, z. B. „Rive di Guia“.
  • Superiore di Cartizze: Die Spitze der Pyramide: nur rund 107 Hektar Weinberge auf den steilsten Hügeln von Valdobbiadene. Cartizze wird klassisch als „Dry“ ausgebaut.

Brut, Extra Dry, Dry: Wie süß ist welcher Prosecco?

Die Bezeichnungen sind verwirrend, weil „Dry“ (trocken) bei Schaumwein eigentlich bedeutet, dass der Wein spürbar süß ist. Die Restzucker-Stufen:

Bezeichnung Restzucker pro Liter Geschmack
Brut Nature 0–3 g knochentrocken
Extra Brut 0–6 g sehr trocken
Brut 0–12 g trocken, frisch
Extra Dry 12–17 g leicht fruchtig-süß, der Prosecco-Klassiker
Dry 17–32 g deutlich süß, weich

Prosecco Rosé

Prosecco Rosé gibt es offiziell seit dem Jahrgang 2020. Er besteht überwiegend aus Glera mit einem kleinen Anteil Pinot Nero für die Farbe und trägt immer einen Jahrgang („Millesimato“).

Welcher Prosecco wozu?

  • Brut / Extra Brut: zum Aperitif, zu Austern, Meeresfrüchten, Sushi und salzigen Snacks
  • Extra Dry: der Allrounder für Empfänge, Antipasti und leichte Vorspeisen
  • Dry / Cartizze: zu Desserts, Obstkuchen und Gebäck

Servieren Sie Prosecco gut gekühlt bei 6–8 °C.

Unsere Empfehlungen

Prosecco DOC

Prosecco Superiore DOCG

Alle Schaumweine finden Sie in der Kollektion Prosecco & Spumante.

Häufige Fragen

Ist Extra Dry süßer als Brut?

Ja. Extra Dry hat 12–17 g Restzucker pro Liter, Brut höchstens 12 g. Wer es wirklich trocken mag, wählt Brut oder Extra Brut.

Was bedeutet DOCG beim Prosecco?

DOCG ist die höchste italienische Qualitätsstufe. Beim Prosecco tragen sie nur die Weine aus den Hügeln von Conegliano und Valdobbiadene (sowie Asolo) mit dem Zusatz „Superiore“.

Was ist der Unterschied zwischen Prosecco und Champagner?

Prosecco wird aus Glera meist im Tankgärverfahren hergestellt, dadurch bleibt er frisch und fruchtig. Champagner reift aus Chardonnay, Pinot Noir und Pinot Meunier mit Flaschengärung und längerer Hefelagerung.

Wie lange hält Prosecco?

Prosecco wird jung getrunken, am besten innerhalb von ein bis zwei Jahren. Eine geöffnete Flasche hält mit Sektverschluss im Kühlschrank ein bis zwei Tage.

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